Das Theater der Nacht lädt zusammen mit der UNIMA Deutschland (Union Internationale de la Marionnette), dem VDP (Verband Deutscher Puppentheater) und der DGTP (Gesellschaft für therapeutisches Puppenspiel) ein zur Konferenz

Puppe wirkt Wunder – Faszination und Möglichkeiten eines Mediums

In Kursen in den Einrichtungen der Region konnten bereits die spannenden Möglichkeiten des Figuren-, Puppen- und Objekttheaters erprobt werden.

Die Konferenz lädt ein zu SymposiumKünstlergesprächen, Theatervorstellun­genWorkshops und Arbeitsgesprächen. Sie bietet die Chance, auf den unterschiedlichsten Ebenen zu lernen, zu entdecken und zu forschen. Gleichzeitig vernetzt sie die verschiedenen Fachbereiche. Wir erhoffen damit eine größere gemeinsame Expertise zu erreichen und die gegenseitige Achtung zu stärken.
Sie lernen international renommierte Workshopleiter:innen kennen und Pup­pen­spieler:innen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Die Konferenz wird eröffnet am Freitag, den 9.8.2024 um 19.00 Uhr auf dem Northeimer Marktplatz.
Zur Eröffnung sprechen Frauke Heiligenstadt (MdB), Sebastian Penno (MdL), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Bürgermeister Simon Hartmann, Matthias Träger (Verband deutscher Puppentheater), Ruth Brockhausen (UNIMA Deutschland und Theater der Nacht), Antje Wegener (DGTP – Deutsche Gesellschaft für therapeutisches Puppenspiel).
Anschließend ziehen wir mit der Theatergruppe Demain on change tout aus Frankreich zum Theater der Nacht. Hier wird Margrit Gysin die Eröffnungsvorstellung geben.

Höhepunkt der Konferenz wird sein die Nacht der Puppen mit der Aufführung von Cie/Créature aus Frankreich und der Präsentation der Workshopergebnisse. Zum Abschluß am Sonntag sind noch einmal Cie/Créature mit Les Irréels / Die Unwirklichen zu erleben und man kann sich selbst kräftig beteiligen am Bau der Stadt der Puppen.

Willkommen!

Kurse

für Pädagogik, Therapie und Sozialarbeit

Zauberhaft.

Klappmaulpuppenspiel für Kopf, Herz und Fingerspitzen mit Olaf Möller, Deutschland

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Symposium

Fr. 9.8–So. 11.8 | Stadthalle Northeim

Der VDP, die UNIMA und die DGTP laden ein zum Symposium

Puppe wirkt Wunder – Faszination und Möglichkeiten eines Mediums
vom Fr. 9.8. bis So. 11.8. in der Northeimer Stadthalle

Warum hat Puppe eine so große Kraft und so unendlich viele Möglichkeiten?
Dieser Frage wollen wir im Symposium mit unterschiedlichen Beiträgen nachgehen.

Eröffnungsvorstellung: Die Winterstürmer von Margrit Gysin im Theater der Nacht am Fr. 9.8.
Symposium: Sa. von 10–19 Uhr inkl. Pausen, So. von 9.30–11.30 Uhr in der Northeimer Stadthalle

Teilnahmegebühr: 55,- inkl. Wasser, Kaffee/Tee/Kuchen, der Eröffnungsvorstellung am Fr. 9.8.,
ein Mittag- und ein Abendessen am Sa. 10.8.

Anmeldung: Kontakt Gabi Niethus

Foto: Simon Baucks

MAREIKE GAUBITZ

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Leiterin des Dokumentations- und Forschungszentrums des dfp in Bochum.

Wandering in non-life – Puppetry and death

Wandern im Nichtleben – Puppenspiel und Tod

Diese Präsentation wird die Beziehung zwischen Puppenspiel und Leben untersuchen, zwischen nichtlebendig lebend und tot.

CARIAD ASTLES

Dozent für Angewandtes Theater und Puppenspiel an der University of Portsmouth (GB)

Spielende Objekte und Eins-zu-Eins-Vorstellungen

Angewandtes Puppenspiel mit fragilen Menschen

In meiner Puppenspielarbeit kombiniere ich die Animationsmöglichkeiten des Objekt- und Puppentheaters. Ich habe ein Objekttheater entwickelt, bei dem der Zuschauer zum Teilnehmer am künstlerischen Prozess wird und gemeinsam mit dem Zuschauer eine Aufführung entsteht. Ich habe diese Methode in der Palliativpflege und in Pflegeheimen eingesetzt.

Foto: Antti Yrjönen

RIKU LAAKKONEN

Puppenspieler, Regisseur, Schauspieler und Lehrer (Finnland)

mittendrin. Kunst – Spiel – Puppe. Praxis zwischen Kunst und Therapie

Margrit Gysin schöpft aus dem Unverwechselbar Ureigenen, aus der Lust am Widerständigen und Unbegradigten, aus der so wilden wie zärtlichen Archaik von Märchen, Mythen und Symbolen. Sie arbeitet in verschiedenen Kontexten mit Kindern, ist eine aufmerksame Beobachterin und Entwicklungsbegleiterin.

Was kann das Puppenspiel bewegen? Wie verbinden oder scheiden sich im beruflichen Alltag Spielen, Therapie und Theaterkunst? Aus einem reichen Erfahrungsschatz erwachsen Grundsätze und Experimentierfreude.

Foto: BAK/Gneborg

MARGRIT GYSIN

Figuren­theaterspielerin, Heilpädagogin und Puppenspieltherapeutin (Schweiz)

Applied Puppetry: Ecologies of Practice

Angewandtes Pupenspiel: Ökologie einer Praxis

Während sich der wissenschaftliche Diskurs über Puppenspiel weiterentwickelt und der Anwendung des Puppenspiels in therapeutischen und pädagogischen Umgebungen eine gewisse Aufmerksamkeit geschenkt wird, besteht nach wie vor eine Wissens- und Analyselücke zu den vielfältigen Anwendungen des Puppenspiels in kommunalen Kontexten. Diese Keynote wird erläutern, wie Puppen und darstellende Objekte komplexe Kommunikationen, Erkundungen und Entdeckungen bewältigen und die Entstehung relevanter Geschichten und Themen erleichtern.
Applied Puppetry ist als internationale Praxis anzuerkennen. Diese Praktiken werden in ihrem spezifischen politischen und sozialen Kontext diskutiert und in Theorien der Verkörperung, des neuen Materialismus und der objektorientierten Ontologie eingebunden. Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung eines fundierten wissenschaftlichen Ansatzes zum Puppenspiel als sozialer Praxis.

MATT SMITH

Dozent für Angewandtes Theater und Puppenspiel an der University of Portsmouth (GB)

Puppengeheimnisse im ›Dazwischen‹: die Puppe stupst die Seele an

Als Handelnde mit Eigensinn triggern Puppen in den Begegnungen mit „ihren“ Menschen seelische Prozesse und ermöglichen Selbst- und Fremdverstehen. Dank ihrer „produktiven Uneindeutigkeit“ öffnen Puppen einen Übergangs- und Handlungsraum. Puppen-Mensch-Begegnungen ähneln der Situation des Neugeborenen und des „Auf-die-Welt-Kommens“ – das Prinzip der „Natalität“ als ein immer wieder neu ablaufendes „Anfangen-Können“.
Von Geburt an kann ein lebenslanges dialogisches Frage-Antwort-Spiel beginnen, in dem es um Spontaneität und „Ver-Antwortung“ geht. Das Mensch-Puppen-Miteinander schafft einen Ermöglichungsraum für die Erfahrung von sozialer Resonanz, Ambivalenz und für das immer wieder neu beginnende Wechselspiel von Identität und Alterität. Es geht hier um: Menschwerdung.

INSA FOOKEN

War Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Siegen und der Goethe-Universität Frankfurt

Puppe wirkt Wunder – dramaturgische Thesen

Wirksame theatrale Aspekte im Therapeutischen Figurenspiel

Die Puppe, die Figur, die Szenerie, das Spielen in einer Rolle, das Aufschließen von bildlichem Poten­zial im Material … das klingt sehr nach Theater. Aber es bildet auch das dynamische Geschehen in einem puppenspieltherapeutischen Setting. Animation als Belebung geht in das Material, aber auch in ein Körpergedächtnis und in verfahrene Lebensmuster. Transformation ist ein heilsames Prinzip und Spezialität von PUPPE.

ANTJE WEGENER

Theaterwissenschaftlerin und Therapeutische Figurenspielerin (Halle)

Foto: Simon Baucks

MAREIKE GAUBITZ

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Leiterin des Dokumentations- und Forschungszentrums des dfp in Bochum.

Applied Puppetry: Ecologies of Practice

Angewandtes Pupenspiel: Ökologie einer Praxis

Während sich der wissenschaftliche Diskurs über Puppenspiel weiterentwickelt und der Anwendung des Puppenspiels in therapeutischen und pädagogischen Umgebungen eine gewisse Aufmerksamkeit geschenkt wird, besteht nach wie vor eine Wissens- und Analyselücke zu den vielfältigen Anwendungen des Puppenspiels in kommunalen Kontexten. Diese Keynote wird erläutern, wie Puppen und darstellende Objekte komplexe Kommunikationen, Erkundungen und Entdeckungen bewältigen und die Entstehung relevanter Geschichten und Themen erleichtern.
Applied Puppetry ist als internationale Praxis anzuerkennen. Diese Praktiken werden in ihrem spezifischen politischen und sozialen Kontext diskutiert und in Theorien der Verkörperung, des neuen Materialismus und der objektorientierten Ontologie eingebunden. Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung eines fundierten wissenschaftlichen Ansatzes zum Puppenspiel als sozialer Praxis.

MATT SMITH

Dozent für Angewandtes Theater und Puppenspiel an der University of Portsmouth (GB)

Wandering in non-life – Puppetry and death

Wandern im Nichtleben – Puppenspiel und Tod

Diese Präsentation wird die Beziehung zwischen Puppenspiel und Leben untersuchen, zwischen nichtlebendig lebend und tot.

CARIAD ASTLES

Dozent für Angewandtes Theater und Puppenspiel an der University of Portsmouth (GB)

Puppengeheimnisse im ›Dazwischen‹: die Puppe stupst die Seele an

Als Handelnde mit Eigensinn triggern Puppen in den Begegnungen mit „ihren“ Menschen seelische Prozesse und ermöglichen Selbst- und Fremdverstehen. Dank ihrer „produktiven Uneindeutigkeit“ öffnen Puppen einen Übergangs- und Handlungsraum. Puppen-Mensch-Begegnungen ähneln der Situation des Neugeborenen und des „Auf-die-Welt-Kommens“ – das Prinzip der „Natalität“ als ein immer wieder neu ablaufendes „Anfangen-Können“.
Von Geburt an kann ein lebenslanges dialogisches Frage-Antwort-Spiel beginnen, in dem es um Spontaneität und „Ver-Antwortung“ geht. Das Mensch-Puppen-Miteinander schafft einen Ermöglichungsraum für die Erfahrung von sozialer Resonanz, Ambivalenz und für das immer wieder neu beginnende Wechselspiel von Identität und Alterität. Es geht hier um: Menschwerdung.

INSA FOOKEN

War Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Siegen und der Goethe-Universität Frankfurt

Spielende Objekte und Eins-zu-Eins-Vorstellungen

Angewandtes Puppenspiel mit fragilen Menschen

In meiner Puppenspielarbeit kombiniere ich die Animationsmöglichkeiten des Objekt- und Puppentheaters. Ich habe ein Objekttheater entwickelt, bei dem der Zuschauer zum Teilnehmer am künstlerischen Prozess wird und gemeinsam mit dem Zuschauer eine Aufführung entsteht. Ich habe diese Methode in der Palliativpflege und in Pflegeheimen eingesetzt.

Foto: Antti Yrjönen

RIKU LAAKKONEN

Puppenspieler, Regisseur, Schauspieler und Lehrer (Finnland)

Puppe wirkt Wunder – dramaturgische Thesen

Wirksame theatrale Aspekte im Therapeutischen Figurenspiel

Die Puppe, die Figur, die Szenerie, das Spielen in einer Rolle, das Aufschließen von bildlichem Poten­zial im Material … das klingt sehr nach Theater. Aber es bildet auch das dynamische Geschehen in einem puppenspieltherapeutischen Setting. Animation als Belebung geht in das Material, aber auch in ein Körpergedächtnis und in verfahrene Lebensmuster. Transformation ist ein heilsames Prinzip und Spezialität von PUPPE.

ANTJE WEGENER

Theaterwissenschaftlerin und Therapeutische Figurenspielerin (Halle)

mittendrin. Kunst – Spiel – Puppe. Praxis zwischen Kunst und Therapie

Margrit Gysin schöpft aus dem Unverwechselbar Ureigenen, aus der Lust am Widerständigen und Unbegradigten, aus der so wilden wie zärtlichen Archaik von Märchen, Mythen und Symbolen. Sie arbeitet in verschiedenen Kontexten mit Kindern, ist eine aufmerksame Beobachterin und Entwicklungsbegleiterin.

Was kann das Puppenspiel bewegen? Wie verbinden oder scheiden sich im beruflichen Alltag Spielen, Therapie und Theaterkunst? Aus einem reichen Erfahrungsschatz erwachsen Grundsätze und Experimentierfreude.

Foto: BAK/Gneborg

MARGRIT GYSIN

Figuren­theaterspielerin, Heilpädagogin und Puppenspieltherapeutin (Schweiz)

Workshops

Mo. 12.8 – Fr. 16.8 | Alle Workshops sind sowohl für Amateur:innen als auch für Profis offen!

Workshop 1 – Raum.Puppe.Material.Objekt

Workshop mit Julia Raab, Deutschland | Anmeldung

 

Existenzielle Themen in Bilder umsetzen

Ein Raum. Eine Puppe, ein Material, ein Objekt. Der Spieler und seine Geschichte. Es entsteht ein Bild, worin sich eine Geschichte verbirgt. Wir nutzen die Animation des leblosen Materials, um die tief verborgenen Geschichten ans Licht zu bringen.

Wir erforschen in der Improvisation Mittel und Methode, um uns auch an tief verborgene, schwere Themen zu wagen. Die Wahrnehmung für Raum, Material, Spiel und Bewegung hilft uns auf dem Weg zum Szenischen.

Maximal 10 Workshop-Teilnehmer:innen | Ort: Jugendherberge | Kurssprache: Deutsch

Julia Raab ist Figurenspielerin und Theaterpädagogin. 2013 schloss sie ihr Studium am Studiengang Figurentheater in Stuttgart ab. Sie hat regelmäßig Lehraufträge an der Hochschule Merseburg für den Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur. Von 2014–2020 war sie Gastdozentin an der Johanniter-Akademie Leipzig im Fachbereich Sozialwesen. Von 2007–2009 leitete sie die Abtei­lung Theaterpädagogik am Theater Eisleben. Seit 2013 ist sie selbständig als freischaffende Figurenspielerin und Theaterpädagogin in Halle/Saale tätig.

juliaraab.de

Workshop 2 – Puppe als Begleiterin von Übergängen

Workshop mit Cariad Astles, GB/Schweden | Anmeldung

 

Puppen waren in ihrer ursprünglichen Verwendung als Bestattungsgegenstände Grenz­wesen, die den Übergang zwischen Leben und Tod erleichtern, den Verstorbenen in die nächste Welt begleiten und den Lebenden Botschaften aus anderen Welten überbringen sollten. Puppen existieren in Zwischenräumen: zwischen Leben und Tod, zwischen Mensch und Nicht-Mensch, zwischen Kunstobjekt und Schauspieler, zwischen Sicherheit und Gefahr. Sie sind Hüter der Schwellen.

In diesem Workshop geht es um den Einsatz von Puppen als Hilfsmittel beim Überschreiten von Schwellen. Wir werden untersuchen, was nötig ist, um Veränderungen zu meistern, und wie die Begleitung durch ein anderes Wesen bei dieser Begegnung wirkungsvoll ist. Der Workshop wird verschiedene Erzählungen erforschen, die aus Mythen und persönlichen Erfahrungen stammen. Ziel des Workshops ist es, ein besseres Verständnis für die Wirkungskraft von Puppen in Situationen des Wandels zu erlangen und Techniken für den Einsatz von Puppen in diesen Kontexten zu erlernen. Die Arbeit wird spielerisch, experimentell und explorativ sein und den Einsatz von Puppen in spezifischen Kontexten der Heilung und Ermächtigung erforschen.

Maximal 10 Workshop-Teilnehmer:innen | Ort: Alte Brauerei, Veranstaltungsraum | Kurssprache: Englisch

Cariad Astles forscht und lehrt am Centre for Research into Objects and Puppets in Performance an der Royal Central School of Speech and Drama in London (CSSD).

Die CSSD bietet mit einem Puppetry BA die einzige Hochschulausbildung für Puppentheater in England und bringt wissenschaftliche und praktische Forschungen zum Puppen- und Objekttheater zusammen.

cssd.ac.uk

 

Workshop 3 – Verpupp’ Dich!

Workshop mit Sonja Lenneke, Deutschland | Anmeldung

 

Die Puppe als Medium für Begegnung und Begleitung
Einführung in die Methode des therapeutischen Puppenspiels
Wenn Puppen zum Ausdrucksmittel für Begleitung suchende Menschen werden und dazu ein sicherer Rahmen bereitet ist, entstehen Spiele, die das eigene tiefe Empfinden ausdrücken. Puppen werden im begleiteten Spiel nutzbar, um sich selbst, um Fragen und Sorgen geschützt in verschlüsselte Bilder zu geben. Auf dieser Ebene versuchen die Begleitenden diese »Botschaften« zu verstehen und Halt und Antwort auf die gleiche Spiel-Art zurückzugeben. Manchmal braucht das Spiel nicht einmal viele Worte und wirkt durch seine symbolische Kraft.
Der Workshop ermöglicht Selbsterfahrung im Spiel und im kunsttherapeutischen Prozess (Handpuppenkopf modellieren) und gibt durch praktische Beispiele aus der Arbeit mit Kindern, Erwachsenen und Senioren einen Überblick über die Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten.

Maximal 10 Workshop-Teilnehmer:innen | Ort: Theater der Nacht, Salon | Kurssprache: Deutsch

Foto: Manuel Gauda

Sonja Lenneke ist Dipl. Heilpädagogin, Sprachtherapeutin, Trauerbegleiterin (BVT) und Puppenspielerin. Sie absolvierte Aus- und Weiterbildungen zur Therapeutischen Puppenspielerin, in Maskenspiel- und Clownstheater. Sie inszenierte u. a. zum Thema Trauer und zum Thema Demenz. Seit 1998 arbeitet sie auch als Referentin für Therapeutisches Puppenspiel.

handundraum.de

 

 

Workshop 4 – Was mein Mund nicht sagen kann

Workshop mit Petra Albersmann, Deutschland | Anmeldung

 

Das Kamishibai – Bauen, gestalten, entdecken
Das Kamishibai (aus dem jap.: Kami – Papier; Shibai – Schauspiel/Theater) erfreut sich seit den vergangenen Jahren zunehmender Beliebtheit besonders im pädagogischen Bereich. Mit seinen Bildkarten wird es häufig im Bereich der Sprachförderung eingesetzt. In der Workshop-Woche bauen und gestalten die Teilnehmer:innen ihr eigenes Kamishibai aus Holz und diversen Materialien.
Anschließend loten wir gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten des »kleinsten Theaters der Welt« aus: für die Sprachförderung, für das bildgestützte Erzählen, als Figuren- oder Schattentheater und als das, was uns sonst noch einfällt.
Vorkenntnisse zum Spielen oder Erzählen sind nicht erforderlich, handwerkliches Geschick dagegen schon.

Maximal 10 Workshop-Teilnehmer:innen | Ort: Theater der Nacht, Werkstatt | Kurssprache: Deutsch

Petra Albersmann hat nach einem Studium der Theologie in Bochum Germanistik und Theologie studiert, in Hamburg in der Werbung gearbeitet und festgestellt: Auch in diesen Bereichen dreht sich alles um Geschichten! Inzwischen arbeitet sie seit vielen Jahren hauptberuflich als Puppenspielerin und Erzählerin, als Regisseurin und Referentin.

petra-albersmann.de

 

 

Workshop 5 – Wenn sich Geschichten entfalten

Workshop mit Gilbert Meyer, Frankreich | Anmeldung

 

Spielerischer Umgang mit Geschichten – auch ohne oder mit wenig Worten
Der Workshop erkundet intensiv die verschiedensten visuellen, Erzähl- und Spielformen von Puppen und Bildern: Erzählrollen, Erzählbretter, Aufklappsysteme, Akting im Raum mit unterschiedlichsten Puppen.
Die Teilnehmenden erleben die kommunikativen und expressiven Möglichkeiten, die Wirkung von Sicherheit, Selbstermächtigung und sozialer Integration durch künstlerische Mittel. Nonverbale oder anderssprachliche Mittel stellen Verständigung her.
Die Woche endet mit einer Präsentation der erprobten Mittel.

Maximal 10 Workshop-Teilnehmer:innen | Ort: Alte Brauerei, Café und Turmzimmer | Kurssprache: Deutsch

Foto: Fred Apffel

Gilbert Meyer ist Puppenspieler, Künstler und Regisseur. Nach dem Besuch der Ecole Nationale Supérieure des Arts de la Marionnette in Frankreich gründet er das TOHU-BOHU Theater in Strasbourg. Er bevorzugt Objekttheater und Puppenspiel als Vermittler im sozialen Austausch. Durch seine Arbeit in verschiedenen Kunstbereichen und Entwicklungsprojekten trägt seine künstlerische Arbeit eine soziale Dimension.

tohu-bohu-theatre.com
Gilbert Meyer auf facebook

 

 

 

MEET THE MASTER

Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern,

die auf der Konferenz unterrichten, finden in der Workshop-Woche von Mo. 12.8. bis Fr. 16.8. jeweils von 14.15 bis 14.45 Uhr im Theatersaal des Theaters der Nacht statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen! Die Veranstaltungen werden zudem bei YouTube live übertragen.

Montag, 12.8. | Gespräch mit Julia Raab

Dienstag, 13.8. | Gespräch mit Cariad Astles (in Englisch)

Mittwoch, 14.8. | Gespräch mit Petra Albersmann

Donnerstag, 15.8. | Gespräch mit Sonja Lenneke

Freitag, 16.8. | Gespräch mit Gilbert Meyer

ARBEITS­GESPRÄ­CHE

Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern,

die auf der Konferenz anwesend sind, finden in der Workshop-Woche von Mo. 12.8. bis Fr. 16.8. jeweils ab 20.00 Uhr im Theatersaal des Theaters der Nacht statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

Foto: Antti Yrjönen

Performing objects and agency. Arbeiten mit verletzlichen Menschen

Die Arbeit in Seniorenheimen oder in palliativen Kontexten erfordert Feinfühligkeit, Nähe und Dis­tanz gleichzeitig. Animierte Objekte können Erinnerungen wecken und Erzählungen anstoßen. An diesem Abend können im Gespräch und prak­tischer Demonstration Erfahrungen vermittelt und Fragen beantwortet werden.

Riku Laakkonen ist Puppenspieler, Regisseur, Schauspieler und Lehrer.

Foto: Roland Bauer

Die Klimakonferenz.

Marionettentheater und die Möglichkeiten, ein aktuelles Thema in einer Aufführung zu präsentieren.

Detlef Schmelz und Marlene Schmelz-Gmelin beschäftigen sich seit ihrer Studienzeit intensiv mit der Marionette und bauen leicht bewegliche, ausdrucksstarke Marionetten und erhielten dafür international renommierte Auszeichnungen.

pendelmarionetten.de

Thinking with Puppets and Ecology

In dieser Präsentation wird die Verwendung von Ideen aus ökologischem Denken wie denen von Tim Morton als eine Praxis des Angewandten Puppenspiels beschrieben. Unterschiedlichste Erfahrungen und Projekte werden in Bildern und Videos lebendig dargestellt.

Matt Smith ist Dozent für Angewandtes Theater und Puppenspiel an der University of Portsmouth.

port.ac.uk

Inga Hartmann und Kerstin Reichelt

Klein anfangen! Puppenbau, Materialspiel und Figurentheater im Kindergarten

In offener Runde berichten Inga Hartmann und Kerstin Reichelt über ihre langjährigen Erfahrungen aus der Projektarbeit in Kitas.
Hier werden Erkenntnisse ausgetauscht sowie Tricks und Kniffe verraten.
Welche Fähigkeiten zur Darstellung bringen kleine Kinder mit und wie können wir sie dabei unterstützen sich mit Körper, Stimme und über das Spiel mit Material und Figuren auszudrücken?
Wir sprechen darüber, welchen Wert wir im Spiel mit der Puppe, im Puppenbau und im Puppentheaterspiel sehen und welchen Sinn es hat, unsere Erfahrungen an Pädagog:innen weiterzugeben.

 

Inga Hartmann ist Kultur- und Theaterwissenschaft­lerin. Sie hat sich im Laufe der Jahre auf die Entwicklung von Inszenierungen und Theaterprojekten mit Kindern im Kindergartenalter spezialisiert.
krimmelmokel.de

Kerstin Reichelt ist Dipl. Kultur- und Medienpädagogin und erfahrene Theaterpädagogin. Ihre Theaterwerkstatt STiNE aus Magdeburg ist als Tourneetheater (Schauspiel und Puppenspiel) bundesweit unterwegs.
theaterwerkstatt-stine.de

Antje Wegener und Petra Albersmann

Flucht. Traumasensibles Arbeiten über Puppenspiel

Der Erfahrungsbericht von Petra Albersmann zu ihrer Workshop-Arbeit mit jungen Migranten wird von Antje Wegener mit traumapädagogischen Erkenntnissen ergänzt. So kann ein ganz praktisches Verständnis für das produktive und heilsame Wirken von Puppenspiel-Aktionen erreicht werden.

Antje Wegener ist Theaterwissenschaftlerin und in freier Praxis als Therapeutische Figurenspielerin tätig.
puppenspiel-therapie-halle.de

Petra Albersmann arbeitet sie seit vielen Jahren hauptberuflich als Puppenspielerin und Erzählerin, als Regisseurin und Referentin.
petra-albersmann.de

Silke Technau (Foto: Olaf Malzahn) und Andrea Haupt

Komm Paula, trau dich! – Wagnis und Verantwortung

Inszenierungen zu Missbrauchserfahrungen und Sexueller Selbstbestimmung von Kindern.
Andrea Haupt (Puppenspielerin) und Silke Technau (Regie) erörtern im Gespräch über zwei Inszenierungen der wolfsburger figurentheater compagnie die besondere Stückentwicklung von Paula trau dich und Mut und Wut und grüne Socken. Wie können Dramaturgie und Figurenbau wirken und die Kinder sicher gehalten werden?

Andrea Haupt ist seit 1984 Puppenspielerin und hat seit 1991 die Leitung der wolfsburger figurentheater compagnie inne.
wolfsburger-figurentheater.de

Silke Technau studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Berlin und ist Mitbegründerin des KOBALT Figurentheaters. Seit 2003 ist sie in der Redaktion der deut­schen UNIMA-Fachpublikationen Das andere Theater und Notebook.
kobalt-luebeck.de